Presseinformation MBEI

25. Juni 2020

Weitere 150.000 Euro für Corona-Soforthilfemaßnahmen im Partnerland Ghana

Bewerbungen für Projekte bei der Staatskanzlei

Die Landesregierung stellt weitere 150.000 Euro für Corona-Soforthilfemaßnahmen im Partnerland Ghana bereit.

Die Landesregierung stellt weitere 150.000 Euro für Corona-Soforthilfemaßnahmen im Partnerland Ghana bereit. Initiativen aus Nordrhein-Westfalen mit einem ghanaischen Partner können sich bis zum 22.07.2020 mit ihrem Vorhaben bei der Staatskanzlei bewerben. Für einzelne Maßnahmen können bis zu 15.000 Euro beantragt werden, Eigenanteile sind nicht erforderlich. Es genügt ein ein- bis zweiseitiger Antrag inklusive Kostenplan.

Antragsverfahren für die zweite Tranche Corona-Soforthilfe für Ghana

  • Die Mittel sollen vorrangig für Maßnahmen eingesetzt werden, die einen unmittelbaren Beitrag dazu leisten, die Hygiene-, Wasser-, Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung in Ghana angesichts der Corona-Pandemie zu verbessern.
  • Auf eine Förderung bewerben können sich Initiativen, kirchliche Gruppen, entwicklungspolitische Vereine etc. aus Nordrhein-Westfalen mit einem Partner, der auf der ghanaischen Seite den zweckmäßigen Einsatz der Mittel gewährleisten kann.
  • Insgesamt stehen 150.000 Euro bereit. Es können Einzelanträge bis zu einer Höhe von 15.000 Euro gefördert werden, in Einzelfällen auch darüber hinaus.
  • Anträge können ab sofort eingereicht werden, Stichtag für die Abgabe ist Mittwoch, 22.07.2020  

Zur Antragstellung sollte das Projekt formlos auf ca. einer Seite skizziert werden, bitte mit folgenden Angaben:

  • Name, Bezeichnung und Anschrift des Antragstellers und der Partnerorganisation in Ghana; wer erteilt als verantwortlicher Vertreter Auskunft?
  • Angabe der Kontonummer des Empfängers in Nordrhein-Westfalen, Kontakt in Ghana
  • Bezeichnung des Projekts, Durchführungszeitraum
  • Begründung, wofür die Mittel eingesetzt werden sollen (inhaltliche Beschreibung des Bedarfs)
  • Finanzierungsplan (Excel) – ein Eigenanteil ist nicht zu erbringen
  • Es ist kein detaillierter Verwendungsnachweis nach Abschluss der Förderung notwendig; ein Nachweis über den Einsatz der Zuwendungssumme sollte jedoch vorgelegt werden (zahlenmäßige Darstellung der Ausgaben und kurzer Sachbericht).

Die Anträge stellen Sie bitte per E-Mail an Heike.Dongowski@stk.nrw.de (Tel. 0211 837 1561) und Nicola.Schwering@stk.nrw.de (Tel. 0211 837 1487) – bitte die Mails an beide richten!

© 2020, Land NRW

Presseinformation Homepage: https://mbei.nrw/de/weitere-150000-euro-fuer-corona-soforthilfemassnahmen-im-partnerland-ghana

Vorstellung Mitgliedsgruppe Eine-Welt-Forum Mönchengladbach e. V.

Kommunale Nord-Süd-Partnerschaft Mönchengladbach/Offinso (Ghana)

Gegründet wurde diese Partnerschafts im Jahr 2004 als Untergliederung des EINE-WELT-FORUMS Mönchengladbach e.V. In diesem ist auch die Mönchengladbacher Aktion Friedensdorf-Kinder in Not e.V. Mitglied, die schon seit 1991 Kontakte und Projekte in Offinso förderte. Als wichtige Argumentationshilfe für das Eine-Welt-Forum erwies sich im kommunalen Raum die Verabschiedung der Leitlinien für die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen im August 2007 und der Abschluss der Partnerschaftsvereinbarung zwischen Ghana und Nordrhein-Westfalen im November 2007. Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat dann in seiner Sitzung vom 24. September 2008 in einem einstimmig gefassten Beschluss jede Form des bürgerschaftlichen Engagements zur Erweiterung der zivilgesellschaftlichen Basis und Verwirklichung einer Entwicklungszusammenarbeit mit dem Partnerland Ghana begrüßt und alle Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Vereine und Verbände zur Mitarbeit ermuntert.

Grundlagen der Partnerschaft

In einem beiderseitigen Abstimmungsprozess wurden die Grundlagen der Partnerschaft festgelegt. Dazu gehört auch die Übereinkunft, dass es nicht in erster Linie darum gehen sollte, Geld- oder Sachmittel zu transferieren. Vielmehr wurde vereinbart, in einem Dialog auf Augenhöhe Erfahrungen auszutauschen, Handlungskonzepte zu entwickeln und Hilfe vor allem zu Selbsthilfe anzubieten. Als Kooperationsfelder, die für beide Seiten von Interesse sind, wurden die Bereiche Gesundheit, Bildung und Kultur, Gender, Arbeit und Energie benannt.

Kooperationspartner

Das Eine-Welt-Forum, das nur über geringfügige Eigenmittel verfügt, hat starke örtliche Kooperationspartner, mit denen es Projekte in der Provinz Offinso verwirklicht und für die Partnerschaft in Mönchengladbach wirbt.

Zu nennen sind hier in erster Linie Schulen, das Gymnasium Am Geroweiher, das Gymnasium Rheindahlen, das Gymnasium an der Gartenstraße die Geschwister Scholl Realschule , das Franz-Meyers-Gymnasium und das Berufskolleg Volksgartenstraße, die Partnerschaften mit Schulen im Distrikt Offinso pflegen und regelmäßig Gelder über Sponsorenläufen und anderen schulischen Aktionen sammeln. Die KBS (Akademie für Gesundheitsberufe) unterhält eine Partnerschaft mit der Krankenschwestern- und Hebammenschule am St. Patricks Hospital in der Stadt Offinso mit regelmäßigem Austausch von Schülern.

Auch die weitere Zusammenarbeit mit der Aktion Friedensdorf zur Knüpfung von Kontakten und Findung neuer sinnvoller Projekte verläuft bis heute sehr positiv. Mehrere Spender unterstützen die Arbeit finanziell. Die Sternsinger mehrerer Pfarrgemeinden machen sich jedes Jahr auf den Weg, um Geld für die Schulverpflegung ärmster Kinder zu sammeln. Der lokale Wasserversorger NEW hilft und unterstützt Wasserprojekte in Offinso.

Auf dem Gebiet des Gesundheitswesens unterstützt die action medeor (Bl.) immer

wieder die Partnerschaft. Gemeinsam mit „Light of Africa NRW“, einem von afrikanischen Migranten gegründeten Verein, wurden eine Krankenstation mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet und eine Entbindungsstation gebaut. Für mehrere Projekte erhielt das Eine-Welt-Forum über Engagement Global Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen. Großzügige Einzelspenden sorgten dafür, dass die jeweils erforderlichen Eigenanteile aufgebracht werden konnten.

Projekte

Mit den Geldern aus Sponsorenläufen und anderen Aktivitäten der Schulen konnten Schulgebäude in Offinso grundlegend saniert, Toiletten und Duschräume gebaut, Schulgeldbeihilfen für bedürftige Kinder gezahlt und ein Schulspeisungsprogramm finanziert werden.

Das Land NRW und der örtliche Wasserversorger beteiligten sich an den Baukosten für mittlerweile 13 Brunnen, die seitdem Tausende in der Umgebung mit sauberem Trinkwasser versorgen.

Als besonders wirkungsvoll hat sich auch die Vergabe von Kleinkrediten an über 80 Frauen in Offinso erwiesen. Mit finanzieller Unterstützung der Mönchengladbacher Rotarier und des Landes NRW ist eine kleine Palmöl- und Palmkern-Ölfabrik errichtet worden.

Aktuell wird eine kommunale Krankenstation in der Stadt Offinso fertiggestellt und ein kommunales  Kulturzentrum mit einer Bühne wird renoviert.

Ein Schwerpunkt der Projektförderung von Aktion Friedensdorf liegt in der Arbeit mit und für Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen und deren Integration in die dörfliche Gemeinschaft. Außerdem werden viele Familien durch die Hilfe dieses Vereins in der staatlichen Krankenkasse registriert und erhalten so Zugang zu medizinischer Versorgung.

Begegnungen

Begegnungen, die bereits mehrfach hier wie dort stattgefunden haben, sind ein wichtiger Bestandteil des Partnerschaftsprogramms.

Bei diesen Gelegenheiten werden grundlegende Themen besprochen, Projekte besucht und Anstöße für die weitere Zusammenarbeit gegeben. Die persönlichen Kontakte führen auch dazu, dass die bereits Aktiven ihr Engagement verstärken, dass die lokalen Kooperationspartner, insbesondere die Schulen, aus erster Hand über die Situation in Ghana und den Stand der Partnerschaft informiert werden, dass sich aber vor allem weitere Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit bereitfinden.

Auf Einladung des Oberbürgermeisters hielt sich der stellvertretende

Verwaltungsdirektor von Offinso Ende 2011 vier Wochen lang in Mönchengladbach auf, um sich über die lokalen Versorgungs-, Entsorgungs- und Umweltkonzepte zu informieren.

Kommunale Nord-Süd-Partnerschaft Mönchengladbach/Offinso

Postanschrift : Erzbergerstraße 84, 41061 Mönchengladbach

Internet : www.ewf-mg.de

Mail: ewf@ewf-mg.de

Bankverbindung : ISBN: DE75 3105 0000 0000 2613 39 (Spendenquittungen werden ausgestellt)

Vorsitzender : Rainer Kühn

Presseinformation MBEI

08. Juni 2020

Nordrhein-Westfalen unterstützt mit humanitärer Corona-Soforthilfe Ghana, Jordanien und Nordmazedonien

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt Nordrhein-Westfalen das afrikanische Partnerland Ghana sowie Jordanien und Nordmazedonien mit humanitärer Soforthilfe in Höhe von gut 290.000 Euro.

Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt Nordrhein-Westfalen das afrikanische Partnerland Ghana sowie Jordanien und Nordmazedonien mit humanitärer Soforthilfe in Höhe von gut 290.000 Euro. Die Mittel sollen vor allem für die dringend benötigte Versorgung mit Hygiene-Artikeln und sanitärer Basis-Infrastruktur eingesetzt werden.
 
Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: „Wir stehen an der Seite unserer Partner und Freunde in Ghana, Jordanien sowie Nordmazedonien und unterstützen die Menschen, die in dieser Notlage besonders durch COVID-19 gefährdet sind. Internationale Solidarität und Zusammenhalt bekämpfen das Virus.“
 
Rund 150.000 Euro der Soforthilfe gehen nach Ghana. Dort sollen Krankenstationen und kleine Ambulanzen in den wenig erschlossenen Regionen mit mobilen Waschstationen, Hygieneartikeln, Gesichtsmasken und Schutzkleidung versorgt werden. Zudem werden Rohstoffe benötigt, um vor Ort selbst Desinfektionsmittel herstellen zu können.
 
In Agbogbloshie, einer der größten Elektro-Müllhalden der Welt, und der angrenzenden informellen Siedlung nahe der ghanaischen Hauptstadt Accra engagiert sich Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit bereits für bessere Arbeits- und Gesundheitsverhältnisse. Mit der Corona-Soforthilfe entstehen dort mobile Waschmöglichkeiten, eine temporäre Wasserversorgung sowie zusätzlich fest installierte Toiletten und Waschanlagen.
 
Mit Ghana verbindet Nordrhein-Westfalen seit 2007 eine Partnerschaft, die von engen Beziehungen in Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft getragen wird. In Jordanien fördert die Staatskanzlei seit 2016/2017 Projekte zur Fluchtursachen-Bekämpfung.
 
Im jordanischen Flüchtlingslager Azraq kommen derzeit vermehrt syrische Flüchtlinge an, die entweder aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage in den jordanischen Städten in das Lager zurückkehren oder direkt aus Syrien eintreffen. Mit der Soforthilfe aus Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 110.00 Euro sollen die Menschen im Lager Hygienekits erhalten (Seife, Handtuch, Desinfektionsmittel u.a.) und mit Informationsmaßnahmen über die COVID 19-Prävention aufgeklärt werden.
 
In Nordmazedonien wird die Arbeit des Roten Kreuzes gefördert, die die Beschaffung und Distribution von Nahrungsmitteln und Hygiene-Artikeln an vulnerable Bevölkerungsgruppen organisiert. Nordrhein-Westfalen stellt dafür 30.000 Euro zur Verfügung und setzt damit ein Zeichen europäischer Solidarität, das über den Raum der gegenwärtigen EU hinausweist.

© 2020, Land NRW

Presseinformation Homepage: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/nordrhein-westfalen-unterstuetzt-mit-humanitaerer-corona-soforthilfe-ghana

Presseinformation Auswärtiges Amt

4. Juni 2020

Deutsch als Fremdsprache: In Afrika und Asien lernen immer mehr Menschen Deutsch

Gemeinsame Pressemitteilung des Auswärtigen Amts, des Goethe-Instituts, der Deutschen Welle, des Deutschen Akademischen Austauschdiensts und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

Das Interesse an der deutschen Sprache bleibt weiterhin ungebrochen: Wie die Erhebung „Deutsch als Fremdsprache weltweit“ zeigt, lernen weltweit mehr als 15,4 Millionen Menschen Deutsch. Die Instrumente zur Förderung von Deutsch als Fremdsprache zeigen nachhaltige Wirkung. Nach wie vor gibt es in Europa die meisten Deutschlernenden, aber insbesondere in Afrika und Asien gewinnt Deutsch an Bedeutung. Die Zahl der Schulen, die Deutschunterricht anbieten, ist von 95.000 im Jahr 2015 auf rund 106.000 Schulen gewachsen. Die sprachliche Qualifizierung von Fachkräften aus dem Ausland spielt in der Deutschförderung eine zunehmend wichtigere Rolle. Digitale Lernangebote erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Erhebung wird alle fünf Jahre vom Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit dem Goethe- Institut, der Deutschen Welle, dem DAAD und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) veröffentlicht.

In Europa lernen weiterhin die meisten Menschen Deutsch (11, 2 Millionen Deutschlernende). Dabei verzeichnen vor allem die Nachbarländer Dänemark, die Niederlande, die Tschechische Republik und in Frankreich (+18 % auf 1,185 Mio.) steigende Wachstumszahlen. Auch in Russland, das 2015 noch den größten Rückgang aufwies, wächst erneut die Zahl der Deutschlernenden um 16 % auf insgesamt 1,79 Millionen. In einigen europäischen Ländern hingegen ist ein Rückgang der Deutschlernenden zu verzeichnen: So ist Polen zwar weiterhin das Land mit den meisten Deutschlernenden weltweit (1,95 Millionen), allerdings ist die Zahl seit 2015 um 15 % gefallen. Der Abwärtstrend gilt auch für Ungarn.

Der Austritt von Großbritannien aus der EU könnte wird das dort jetzt schon abflauende Interesse an Deutsch (-25 %) vermutlich noch weiter ankurbeln.

Außerhalb Europas fällt ein außerordentlich hohes Wachstum von fast 50 % in Afrika auf. Zu den afrikanischen Ländern, in denen die Zahl der Deutschlernenden gestiegen ist, gehören Ägypten, Algerien und Côte d’Ivoire. Ein weiterer wichtiger Wachstumsmarkt der deutschen Sprache liegt in Asien, vor allem in China. In den USA ist hingegen ist ein Rückgang bei den Deutschlernenden um 15% zu vermelden.

Die Erhebung zeigt auch: Deutsch wird in erster Linie an Schulen gelernt. Während 2015 weltweit ca. 95.000 Schulen Deutschunterricht angeboten haben, sind es heute rund 106.000 Schulen. Ein erfolgreiches Instrument der weltweiten Förderung von Deutsch als Fremdsprache ist die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH): Inzwischen nehmen daran etwa 2.000 Schulen mit mehr als 600.000 Schülerinnen und Schüler in über 100 Ländern teil. Die PASCH-Initiative wird in Kooperation mit der ZfA, dem Goethe-Institut, dem DAAD und dem Pädagogischen Austauschdienst der KMK durchgeführt. In den Schulen wird ein modernes Deutschlandbild vermittelt und es findet eine intensive Beschäftigung mit der deutschen Sprache und Kultur statt.

Deutsch eröffnet darüber hinaus Zukunftschancen durch Zugang zu einem der weltweit besten Hochschulsysteme und zu einem attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. An den Hochschulen lernen aktuell 1,27 Millionen Studierende Deutsch. Im Vergleich zu 2015 ist ein leichter Rückgang von rund 60.000 weniger Deutschlernenden zu vermerken. Mit dem Deutschen Sprachdiplom und den Abschlüssen an den Deutschen Auslandsschulen der ZfA erlangen jährlich rund 20.000 Absolventinnen und Absolventen weltweit den Zugang zum Studium in Deutschland, 45 % davon beginnen ein Studium in Deutschland. Auch das Bildungsprogramm „Studienbrücke“ des Goethe-Instituts und des DAAD fördert einen leichteren Zugang zur deutschen Hochschullandschaft.

Die sprachliche Qualifizierung von Fachkräften wird angesichts des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes der Bundesregierung in den nächsten Jahren eine essenzielle Aufgabe der Vermittlung von Deutschkenntnissen sein. Insgesamt ist die Zahl der Deutschlernenden in der Erwachsenenbildung von rund 433.000 im Jahr 2015 auf 374.000 gestiegen. An den Goethe-Instituten lernen insgesamt rund 309.000 Menschen Deutsch, das ist ein Zuwachs von rund 73.000 Sprachkursteilnehmerinnen und –teilnehmern im Vergleich zu 2015. Dieses Wachstum ist zurückzuführen auf die wachsende Bedeutung der sprachlichen Qualifizierung von Fachkräften.

Erstmals in der Erhebung berücksichtigt wurden digitale Lernangebote. Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Lernmöglichkeiten insgesamt an Bedeutung gewinnen und zukünftig noch wichtiger werden – bei der Vermittlung der deutschen Sprache wie bei der Ausbildung von Deutschlehrkräften. In der Erhebung nicht mehr berücksichtigt wurde die Zeit während der Corona-Pandemie. Die in der Studie betrachteten digitalen und mobilen Lernangebote der Mittlerorganisationen haben in der Zeit ab März 2020 erhebliche Nutzungszuwächse verzeichnet: Aktuelle Zugriffszahlen („Visits“) auf die Lernplattform des Goethe-Instituts zeigen einen bedeutenden Anstieg in der Nutzung von Online-Angeboten während weltweiter Kontaktsperren und Schließungen für Publikumsverkehr von Sprach-und Bildungseinrichtungen. Während im Mai 2019 rund 326.000 Visits zu verzeichnen waren, sind es im Mai 2020 über 1,2 Millionen Visits. Die Nutzung der Online-Deutschkurse der Deutschen Welle hat sich im gleichen Zeitraum auf 4,2 Millionen Visits verdoppelt.

Der wachsenden Nachfrage nach Deutsch an vielen Orten steht jedoch ein Mangel an

Deutschlehrkräften entgegen: Die Qualifizierung von Lehrkräften genießt daher hohe Priorität in der Förderung des Auswärtigen Amts und bei den Partnern. So sorgen Aus- und Fortbildungsprogramme wie „Dhoch3“ des DAAD oder „Deutsch Lehren Lernen (DLL)“ des Goethe-Instituts für eine bessere Aus- und Weiterbildung für Lehrkräfte.

Unter Federführung des Auswärtigen Amts erfasst das „Netzwerk Deutsch“ alle fünf Jahre gemeinsam mit lokalen Arbeitsgruppen die Daten zu den Deutschlernenden weltweit. An der Datenerhebung 2020 haben das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Welle und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) mitgewirkt. Das Goethe-Institut koordinierte die Datenerhebung und bereitete die Daten auf.

Die Publikation der Erhebung finden Sie unter:

https://www.auswaertiges-amt.de/blob/2344738/c609ba8ff80544ca9e2a126c951188af/deutsch-als-fremdsprache-data.pdf

Kontakt: Pressestelle Auswärtiges Amt: presse@diplo.de

Presseinformation Homepage Auswärtiges Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/deutsch-als-fremdsprache/2346756

agl – Partnerschaften reflektieren

Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) hat einen Fragenkatalog für Vereine die in internationalen Partnerschaften mit Partnerorganisationen zusammenarbeiten in deutsch und englisch herausgegeben.

Den Fragenkatalog finden Sie unter folgendem Link:
https://agl-einewelt.de/images/agl_Dokumente_22_Fragekatalog.pdf

„Partnerschaften reflektieren“ oder nur wer fragt, verändert die Welt!

Im Fachforum Internationale Kooperationen und Partnerschaften kommen Menschen zusammen, die sich immer wieder die Frage nach der Qualität ihrer Arbeit stellen. Wir sind uns bewusst, dass der internationalen Projekt- und Partnerschaftsarbeit eine besondere Verantwortung inne wohnt. Die Folgen von Kolonialismus und Apartheid sind immer noch deutlich zu spüren, die Ausbeutung der Ressourcen des Globalen Südens schreitet weiter voran.

Wie lässt sich verhindern, dass wir in der Partnerschaftsarbeit bestimmte Verhaltensweisen reproduzieren? Wie schaffen wir es, die Perspektive zu wechseln, um tatsächlich mit unseren internationalen Kolleg*innen die viel beschworene Augenhöhe zu erreichen? Wir wollen gemeinsam Fragen stellen.

Dazu kann das neue Arbeitspapier der agl nun genutzt werden – über ein Jahr lang haben wir Fragen zur Qualität von internationalen Kooperationen gesammelt und in einer Handreichung zusammengeführt.

Quelle: https://agl-einewelt.de/

Zukunft des Eine Welt-Engagements

Das Eine Welt Netz NRW sucht engagierte Personen aus Gruppen, Vereinen, Weltläden und Kommunen, die sich an einer ersten Umfrage zum Eine Welt-Engagement in NRW beteiligen.

Mit dieser Umfrage möchte das Eine Welt Netz NRW für alle einen breiten Überblick über die sich wandelnde Eine Welt-Akteurslandschaft in NRW gewinnen.

Nähere Informationen finden Sie unter:

https://eine-welt-netz-nrw.de/aus_den_gruppen/

Die Befragungen finden Sie unter:

https://eine-welt-netz-nrw.de/service/zukunft-des-engagements/befragungen/

Ansprechpartnerin und Projektleitung:

Tatjana Giese
tatjana.giese@eine-welt-netz-nrw.de 
Tel.: 0251–28466921

Aktion „Beutel für Beutel“

Bei Interesse kontaktieren Sie einfach: kontakt@bunter-bund.de

Beutel für Beutel

Aufgrund der Corona-Ausgangssperre, die in Teilen Ghanas und auch in Kasoa gilt, haben viele Familien dort zurzeit finanzielle Schwierigkeiten. Ben, der Schulleiter der P.Brainy Kids Academy, hat sich deshalb vorgenommen, die bedürftigen Familien seiner Schülerinnen und Schüler und in der Nachbarschaft der Schule, mit Lebensmitteln zu versorgen. Zwar ist die Einzelförderung nicht in unserem Vereinszweck verankert, aufgrund der weltweit besonderen Situation haben wir uns jedoch für eine besondere Aktion entschieden, zumal die Existenz der Schule mit den Familien der Schülerinnen und Schüler und ihrer Nachbarschaft eng zusammenhängt. Um diese Nachbarschaftshilfe zu unterstützen, verkaufen wir nun unsere Stoffbeutel, um mit dem Erlös den Kauf der benötigten Lebensmittel zu unterstützen. Ein Beutel ernährt eine fünfköpfige Familie für 3 Tage und enthält haltbare Lebensmittel wie Reis, Öl, Fisch in Dosen und Tomatensauce in Beuteln.

Um einen Stoffbeutel zu bestellen, schreibt uns eine Nachricht mit dem Motiv und dem Beutel, den ihr haben wollt, sowie eure Adresse. Überweist den Betrag (13€) mit dem Verwendungszweck „Beutel für Beutel“ und wir schicken euch zeitnah ein Päckchen.

Falls ihr keinen Beutel kaufen, die Aktion dennoch unterstützen wollt, freuen wir uns natürlich auch über Spenden. Mit ca. 2,60€ können Lebensmittel für eine fünfköpfige Familie für einen Tag gekauft werden, mit ca. 14,70€ für eine Woche.

Beutel für Beutel
Mmotive
Beutel für Beutel
Beutel für Beutel

Besuchen Sie auch die Homepage: www.bunter-bund.de

Vorstellung Mitgliedsgruppe Freundeskreis humanitäre Hilfe in Ghana e.V.

Wilhelm Educational Complex istein Schulprojekt im südghanaischen Ashaiman (Nachbarstadt von Tema und 25 km östlich von Ghanas Hauptstadt Accra), das aus Spendenmitteln, die dem „Freundeskreis humanitäre Hilfe in Ghana e.V.“ mit Sitz im niederrheinischen Kranenburg zugeflossen sind, errichtet und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort weiterentwickelt wurde. 

Das Projekt besteht seit 1999 und umfasst gegenwärtig Kindergarten – und Vorschulklassen, Primary School mit den Klassen 1-6 und Junior High School mit den Klassen 7-9. Insgesamt besuchen rund 300 Kinder die Einrichtung.

Zielgruppe der Bildungsarbeit sind überwiegend Kinder und Jugendliche aus einem einkommens- und sozial schwachen Umfeld der Einrichtung. Die Gebühren für Schule und Kindergarten und die Kosten für eine tägliche Mahlzeit werden oft durch die Übernahme von Patenschaften gesichert.

Die ehrenamtlich Mitwirkenden des Kranenburger Freundeskreises haben sich nicht nur für die Errichtung des Schulkomplexes und die Ausstattung der Räume mit Lehr- und Lernmitteln engagiert, sondern haben sich auch nachhaltig für die Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer und Kindergärtnerinnen eingesetzt. Regelmäßig werden auch ghanaische Erziehungswissenschaftler in das Projekt eingeladen. Mit ihnen erarbeiten die Lehrkräfte an Wochenendseminaren z.B. Fragen zu Methodik, Didaktik und Erziehungspsychologie.

Zur Schaffung eines verstärkten Umweltbewusstseins kommen regelmäßig ghanaische Naturwissenschaftler der Universität Cape Coast in den Unterricht der Schule, um mit Schüler/-innen Umweltprobleme zu erörtern und nach Problemlösungen zu suchen.

Auf berufsorientierende Maßnahmen wird in den Klassen der Junior Highschool ein besonderes Augenmerk gelegt. Die jungen Menschen nehmen an Betriebsbesichtigungen teil und nehmen Besuche in beruflichen Ganztagsschulen  vor. Die Förderung beruflicher Bildung durch die Vermittlung von Grundkenntnissen in  technischen und  handwerklichen Berufen und zu Ernährungslehre und Hauswirtschaft sind wichtiger Bestandteil im Projekt. Der Kranenburger Freundeskreis hat auf dem Schulgelände zum Erlernen praktischer Grundfertigkeiten eine Lehrwerkstatt und eine Lehrküche errichtet.

Kontakt

Freundeskreis humanitäre Hilfe Ghana e.V.
Vorsitzender Wilhelm Hawerkamp

E-Mail: W.Hawerkamp@t-online.de
Webseite: www.Indien-Ghana.de

Impressionen

Coronavirus / COVID-19

Informationten finden Sie auf der Homepage der Deutschen Botschaft Accra: https://accra.diplo.de/gh-de/-/2316492

Coronavirus / COVID-19 – Informationsblatt

Mitteilung der ghanaischen Regierung

Krisenvorsorgeliste Elefand

Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/ghana-node/ghanasicherheit/203372

UPDATE 15.03.2020:

Addition: Mandatory self quarantine for 14 days upon arrival.

Ab dem 16.03.2020 bleibt das Honorarkonsulat der Republik Ghana in Nordrhein-Westfalen, welches sich in der Auslandsgesellschaft.de in Dortmund befindet, vorübergehend geschlossen. E-Mail: konsulat.ghana@auslandsgesellschaft.de

Update 17.03.2020

Das Robert Koch-Institut hat die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region.

Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Update 20.03.2020

Update 21.03.2020

Update 22.03.2020

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Aktuelle Information Auswärtiges Amt

Ghana hat mit Wirkung vom 22. März 2020 um Mitternacht die Schließung seiner Land-, See- und Luftgrenzen für den Personenverkehr für die folgenden 14 Tage beschlossen. 

Ab dem 22. März 2020 (23:59 GMT) ist der Kotoka International Airport Accra für 14 Tage für den internationalen Flugverkehr geschlossen. Ausnahmen soll es für Notfall-, Rettungs- und Frachtflüge geben.

Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 / Coronavirus

Update 24.03.2020

Aktuelle Information Auswärtiges Amt

Wichtige Infos für deutsche Reisende, die in Ghana gestrandet sind

Die Bundesregierung will allen Deutschen, die in Ghana gestrandet sind, eine Rückkehr nach Deutschland ermöglichen und organisiert darum gemeinsam mit Fluggesellschaften eine Rückholaktion.

Weiteres Vorgehen:

  1. Registrieren Sie sich auf www.rueckholprogramm.de für die Rückholaktion.
  2. Informieren Sie sich auf der Website der Deutschen Botschaft accra.diplo.de und in den Auftritten der Botschaft in den Sozialen Medien. Dort finden Sie auch die Erreichbarkeiten des Krisenstabes vor Ort.
  3. Allgemeine Informationen und die Antworten auf häufig gestellte Fragen zur weltweiten Reisewarnung und der Rückholaktion finden Sie hier: diplo.de/rueckholaktion

Update 25.03.2020

Update 26.03.2020

Update 27.03.2020

Update 29.03.2020

Aktuelle Information Auswärtiges Amt

Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat die ghanaische Regierung zudem ab dem 30. März 2020 für vorerst zwei Wochen eine Ausgangssperre für den Großraum Accra und den Großraum Kumasi erlassen. Der Personenverkehr zwischen den beiden Großstädten wird zunächst für 14 Tage unterbunden. Innerhalb der Städte bleiben Geschäfte des täglichen Bedarfs, Banken und Arztpraxen geöffnet. Personen dürfen sich in den Städten nur zum Aufsuchen der o.g. Orte bewegen.

Bitte beachten Sie die Ausgangssperre strikt. Bei Verstoß müssen Sie mit hohen Strafen rechnen.

Die deutsche Botschaft bleibt ab dem 30. März 2020 bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. In dringenden konsularischen Notfällen wenden Sie sich bitte an die folgenden Notfallnummern.

Die Botschaft ist durchgängig unter folgender Notfallnummer erreichbar:
+233 24 432 4889

Zusätzliche Erreichbarkeit wegen der aktuellen Corona-Krise von 8 bis 20 Uhr:
+233 59 317 9501, +233 59 535 1822

Update 30.03.2020

Update 31.03.2020

Update 02.04.2020

Update 03.04.2020

Update 27.04.2020

Weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird derzeit gewarnt, da weiterhin mit starken drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Dies gilt bis auf weiteres fort, vorerst bis einschließlich 14. Juni 2020.

Noch im Ausland befindliche Touristen sollten zurückreisen, solange es noch Reisemöglichkeiten gibt.

Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

Update 02.05.2020

Die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 führt auch in Ghana zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen und Einreisesperren.

Seit dem 22. März 2020 ist der Kotoka International Airport Accra für den internationalen Flugverkehr geschlossen. Ausnahmen gibt es lediglich für Notfall-, Rettungs- und Frachtflüge.

Nach Medienberichten wurde diese Sperrung bis zum 31. Mai 2020 verlängert. Der innerghanaische Flugverkehr wurde hingegen am 1. Mai 2020 wieder aufgenommen. 

Die dreiwöchige Ausgangssperre für Teile von Ghana wurde hingegen mit Wirkung vom 20. April 2020 aufgehoben. Reisen innerhalb des Landes sind daher wieder uneingeschränkt möglich. Zahlreiche Einschränkungen bleiben (öffentliche Versammlungen, religiöse Aktivitäten, Sportveranstaltungen, Bars, Konferenzen). Die Schulen bleiben weiter geschlossen.  

Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen in Ghana steigt jedoch nach wie vor an.

Eröffnung Honorarkonsulat in Dortmund

Am 18. Februar 2020 wurde das Honorarkonsulat der Republik Ghana in Nordrhein-Westfalen durch Botschafterin H.E. Gina Ama Blay in der Auslandsgesellschaft.de in Dortmund eröffnet.

H.E. Gina Ama Blay überreicht Honorarkonsul Klaus Wegener ein Porträt von Präsident H.E. Nana Addo Dankwa Akufo-Addo

Bevor sie jedoch das Honorarkonsulat mit Ihrer Rede eröffnete und Exequatur und Geschenke überreichte, hat sie Generalkonsul a. D. Manfred O. Schröder für seine Dienste für Ghana gedankt, welche er 55 Jahre lang ausübte.

Es wurden Reden von Honorarkonsul Klaus Wegener, Generalkonsul a. D. Manfred O. Schröder und Bürgermeister Manfred Sauer gehalten.

(v.l.n.r.) Klaus Wegener, Generalkonsul a. D. Manfred O. Schröder und Bürgermeister Manfred Sauer
(v.l.n.r.) Nicolai Roerkohl, Botschafterin H.E. Gina Ama Blay, Tobias Althoff
(v.l.n.r.) Nicolai Roerkohl, Botschafterin H.E. Gina Ama Blay, Honorarkonsul Klaus Wegener, Marion Edelhoff

Kontakt:

Honorarkonsulat der Republik Ghana
– in der Auslandsgesellschaft.de –
Honorarkonsul Klaus Wegener
Steinstraße 48
44147 Dortmund

E-Mail: konsulat.ghana@auslandsgesellschaft.de
Telefon: +49-(0)231-838-0057

Öffnungszeiten: Es wird um Terminvereinbarung gebeten.